Räum‘ deinen Sch… doch selbst weg! ;)

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Hundekot aufsammeln und entsorgen – sollte selbstverständlich sein, wirkt Hundehass entgegen und kann den Spaziergang sogar bereichern… ;)

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Für die einen wird darum viel zu viel Wind gemacht, für die anderen ist es mehr und mehr Grund zu großem Ärgernis:

Hundekot.

Den Kot seines eigenen Hundes aufsammeln und entsorgen?
Für viele Hundehalter selbstverständlich. Und für die meisten zumindest überall dort, wo er als Ärgernis enden könnte.

 

Dennoch begegnen einem verwaiste Hundehaufen im Alltag immer noch täglich – teilweise auf Spielplätzen, mitten auf dem Gehweg oder auch nur wenige Meter von Hundekotstation oder Mülleimer entfernt.

Und wo einmal ein Kothaufen liegt, kommt schnell ein weiterer hinzu.

Dafür verantwortlich sind psychologische Effekte wie der soziale Einfluss und die pluralistische Ignoranz, welche dafür sorgen, dass wir uns in unschlüssigen Situationen („Sammel ich den Kot hier auf oder nicht?“) an dem Verhalten anderer orientieren und unser Handeln darauf begründen („Wenn hier eh schon ein Häufchen liegt…“)

 

Dabei sprechen zahlreiche Gründe dafür, den Kot seines Hundes konsequent zu entsorgen:

 

Wer selbst schon mal in Hundekot getreten ist, legt sicherlich keinen Wert darauf, diese Erfahrung zu wiederholen. Und da Kinder nicht nur auf gekennzeichneten Flächen spielen dürfen, ist es natürlich auch sinnvoll ein Hundehäufchen nicht nur auf öffentlichen Rasenflächen oder festen Wegen zu entsorgen.

Zudem lässt sich nicht leugnen, dass Hundekot gewisse Krankheitsrisiken birgt – nicht nur für uns Menschen (hier sind insbesondere kleine Kinder betroffen) sondern vor allem auch für andere Hunde und Tiere. Seien es Parasiten oder Infekte – teilweise reicht zur Übertragung das Schnüffeln an der Hinterlassenschaft des erkrankten Hundes. Ganz abgesehen davon, dass es zahlreiche Hunde gibt, die fremden Kot überaus gerne fressen oder sich zumindest darin wälzen.

 

Den Kot dann zumindest da liegen lassen, wo weder Mensch noch Hund etwas verloren haben? Ja, sicherlich gibt es Stellen, an denen ein Hundehaufen wirklich niemandem in die Quere kommt – und dort spricht doch dann auch nichts dagegen die Hinterlassenschaften liegen zu lassen. Schließlich verrotten sie ohne den Plastikbeutel auch deutlich umweltfreundlicher…

 

Obstwiesen sowie Felder und Wiesen der Bauern zählen allerdings nicht dazu – Kot und vor allem auch liegen gebliebene Kotbeutel mit Inhalt sorgen leider dafür, dass Hundehalter und Hunde sich vielerorts bei Kleingärtnern und Bauern nicht mehr besonderer Beliebtheit erfreuen.

Und keine Frage – gerade für die Ernte der Bauern und für die Umwelt im Allgemeinen ist es natürlich fatal, wenn der Kot zwar aufgesammelt wird, dann aber in den Plastiktüten dauerhaft liegen bleibt oder ins nächste Gebüsch geworfen wird.

Es ist verständlich, dass man die Motivation zum Kot-Entsorgen verliert wenn man kilometerweit keinen Mülleimer auf seinem Weg findet. Hier sollten zahlreiche Gemeinden ihre Hundebesitzer besser unterstützen und einige Hundehalter fragen sich zu Recht wofür sie Hundesteuer zahlen. Ob man damit jedoch begründen kann, Kotbeutel einfach liegen zu lassen oder den Kot auch an den unmöglichsten Stellen nicht mehr aufzusammeln, muss wohl jeder für sich entscheiden.

 

Letztlich spricht noch ein ganz entscheidender Grund dafür, dass wir Hundehalter gemeinsam dafür sorgen sollten, unsere Umwelt frei von Kothaufen zu halten:

Wusstest du, dass Experten sich darüber einig sind, dass es einen engen Zusammenhang zwischen Hundekot und Giftködern gibt? Der Ärger über Hundehaufen ist zwar nicht alleiniges Motiv für die Täter und wir sind uns sicherlich auch einig darüber, dass nichts, wirklich gar nichts rechtfertigt Giftköder auszulegen!

Dennoch ist es eine Tatsache, dass der Ärger über die Verunreinigung öffentlicher und privater Flächen durch Hundekot ein Grund dafür ist, dass bei vielen Menschen die Abneigung gegenüber Hunden wächst.

Und die Kothaufen einiger Hunde fallen leider immer auf alle Hunde zurück.

 

Wenn wir alle unseren Teil dazu beitragen, diesen Ärger zu vermeiden, können wir „Hundehassern“ den Wind etwas aus den Segeln nehmen – und damit wäre dann allen geholfen!

 

„Es ist nicht gesagt, dass es besser wird, wenn es anders wird.
Wenn es aber besser werden soll, muss es anders werden.“
– Georg Christoph Lichtenberg –

 

5 Comments

  • Melli

    Reply Reply 21. August 2016

    Ich sammele auch immer auf. Nicht nur wegen der spielenden Kinder, auch ich wirbele im Herbst gerne mit den Füßen Blätter auf und selbt mein Hund ist schon in Hundekot getreten (welch Ironie :-) ) Riecht nicht gut, vermiest jedem den Tag und ist doch wirklich kein Ding, das weg zu machen.
    Habe auch schon mal der Stadt geschrieben, wo sie netterweise so einen Tütenspender anbringen könnten, weil bei uns weit und breit keiner hängt. Leider ist nichts passiert, außer einer freundlichen Mail, dass sie mein Anliegen prüfen wollen.

  • Steffi

    Reply Reply 9. August 2016

    Ich stimme dem Artikel und dessen Inhalt vollkommen zu.
    Leider ist es einfach nur ein Einstellungssache, ich hebe auch gern für andere Hundehalter den Kot ihres Hundes auf, wenn es Ihnen nicht möglich ist und hab letzte Woche auch eine tote Ratte, die mitten auf dem Gehweg verendet sein muss, entfernt und entsorgt. Würde mich mal interessieren, wieviele Leute das noch spontan machen würden, besonders Leute ohne Hund oder sogenannte Hundehasser.

    Aber ich möchte hier auch auf ein anderes Problem hinweisen, welches so irgendwie gar nicht in den Köpfen der Leute bekannt ist. Es ist erschreckend, wieviel Menschenkot sich in Parks befindet, ohne dass wir es wissen. Mir wurde das bewusst, seit wir einen Hund ausführen, der diesen gerne frisst. Und es gibt genügend Hunde, die das machen. Ihr könnt euch vorstellen, was es für eine Freude ist, wenn der Hund aus dem Gebüsch kommt und sich noch davon noch das Maul schleckt…. Das sollte mal den Giftköderlegern bewusst gemacht werden, ich weiß nicht, was die dazu sagen würden.

    • Chrissy

      Reply Reply 9. August 2016

      Hallo Steffi,
      ja, da hast du Recht und das ist mir leider auch mehr als bekannt. Als Besitzerin einer Labbi-Dame durfte ich mit dem Thema ausreichend Erfahrung machen bevor ich ihr beigebracht habe zuverlässig nichts mehr (auch keinen Kot) vom Boden zu fressen… Und ich verstehe auch den Ärger der Hundebesitzer, die zwischen Müll und leeren Flaschen den Kot ihres Hundes einsammeln sollen. Dennoch glaube ich es wäre schon hilfreich, wenn alle Hundebesitzer mit gutem Beispiel voran gehen und tatsächlich gehöre auch ich zu denjenigen, die im Zweifelsfall für andere mit aufsammeln. Denn wo mal einen Haufen liegt… Das Problem vollständig aus der Welt zu schaffen ist vielleicht utopisch, aber wenn es nicht mehr ständig und überall Ärger verursacht, hätten wir doch schon was erreicht. :)

  • Jörg

    Reply Reply 6. August 2016

    Wie recht du hast!
    Bei uns hängen die Kotbeutel immer mal wieder in den Bäumen. Kein schöner Anblick und bei sommerlichen Temperaturen auch manchmal eine ziemliche Geruchsbelästigung. :/

    Auch die Haufen 1m neben dem Waldweg nerven, da neben Kindern da ja auch ständig Hunde entlanglaufen und man ab und an dann mit Kotresten in der Wohnung beglückt wird, die sich von der Pfote lösen.

    Übrigens ist das Zahlen von Hundesteuern KEIN Grund die Haufen liegen zu lassen (ala „Hab ja für deren Beseitigung quasi schon gezahlt.“)!

    • Chrissy Zeh

      Reply Reply 6. August 2016

      Stimmt, keine schöne Deko… dabei spricht ja nichts dagegen, Tüten zu deponieren und sie auf dem Rückweg wieder einzusammeln statt sie kilometerweit durch den Wald zu tragen. Aber wenn das dann nicht passiert, fallen die vielen liegen gelassenen Tüten dann leider auf alle Hundebesitzer zurück. :( Und ja, ich seh‘ das mit der Hundesteuer genauso, kann aber tatsächlich auch die mangelnde Motivation ein Stück weit nachvollziehen, wenn Gemeinden ihren Ort und die Gassistrecken völlig frei halten von Mülleimern…

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