GASTBEITRAG VON TIERHEILPRAKTIKERIN RONJA ERLENMAIER

Oft belächelt und als überflüssige Modeerscheinung abgestempelt. Mittlerweile tragen jedoch immer mehr Hunde einen Mantel… und das ist auch gut so. Denn sie sind bei einigen Hunden absolut notwendige und sinnvolle Funktionskleidung. Ich selbst bin absolut PRO HUNDEMÄNTEL und auch meine beiden eigenen Hunde tragen bei kalten Temperaturen oder Dauerregen selbstverständlich einen Mantel.

Aber warum brauchen unsere Hunde eigentlich Kleidung?

Die meisten Hunde verbringen den Großteil des Tages in den gut beheizten Innenräumen. Dadurch haben sie bereits eine andere Fellbeschaffenheit als Tiere die draußen leben. Denn hier passt sich das Fell den jahreszeitlichen Gegebenheiten an und auch die Talgdrüsen in der Haut produzieren mehr Fette, welche die Haut geschmeidig halten und das Haar somit ummanteln. Auch der Temperaturunterschied von Drinnen zu Draußen ist in dieser Jahreszeit einfach extrem. Wenn Sie mit Ihrem Hund nach draußen gehen wollen, dann packen Sie sich sicherlich schön warm ein.

Und ihr Hund?

Der wird vom warmen Wohnzimmer in die Eiseskälte mitgenommen, schließlich hat er ja Fell. Sicher, je nach Fellbeschaffenheit hält das Fell die Körperwärme eine Zeit lang, doch der Temperaturunterschied bleibt enorm und die Kälte wird über Nase, Mund, Bauchregion und Pfoten aufgenommen. Gerade wenn Ihr Hund dann erstmal im kalten Auto sitzt oder noch an der Leine in langsamen Tempo geht, kühlt er sehr schnell aus. Wenn der Hund dann auch noch sehr kurzes Fell oder wenig bis kaum Unterwolle hat, dann kann er schnell unterkühlen.   Es ist absolut nicht überfürsorglich oder “unnatürlich”, wenn Sie Ihrem Hund deshalb einen Wintermantel anziehen.

Wir haben unsere Hunde zu uns in die geheizten Wohnungen geholt. Wir sind es, die durch Zucht die Fellbeschaffenheit beeinflussen und nicht mehr nach Nützlichkeit, sondern nach menschlicher Schönheitsvorstellung. Wir sind es, die bestimmen bei welcher Temperatur es nach draußen geht und wie viel Bewegungsfreiheit der Hund dabei hat. Es sind wir, die dabei “unnatürlich” einwirken, also ist es doch nur fair seinem Hund bei dieser Kälte etwas überzuziehen, oder nicht?!

Nicht jeder Hund, der friert, steht auch gleich zitternd da.

Die Kälte kann sich bereits in einem runden Rücken, ständigem Pfötchen anheben, langsamen steifem Gang u.ä. bemerkbar machen. Zudem ist Frieren ein Stressor, der sich auch auf das Verhalten auswirken kann. Man muss nur an die eigene Stimmung denken, wenn einem richtig kalt ist.

Ich denke nicht, dass jeder Hund pauschal in jeder Situation einen Hundemantel braucht. Entscheidend dabei sind seine Fellbeschaffenheit, der gesundheitliche Zustand, das Alter und ob er sich ausreichend bewegen kann oder nicht. Sie werden Ihren Hund sicherlich weder verweichlichen noch etwas Schlechtes tun, wenn Sie ihm zum Schutz vor der Kälte etwas überziehen.   Ihre Tierheilpraktikerin Ronja Erlenmaier

Ronja Erlenmaier ist Tierheilpraktikerin und Ernährungsberaterin mit eigener Praxis in Bretten. Sie hilft Hunden, Katzen und Kleintieren sowohl bei seelischen als auch körperlichen Erkrankungen.

Mehr über Ronja und ihre Arbeit erfährst du hier:

Tierheilpraxis Ronja Erlenmaier

 

Und wie ist deine Meinung zu diesem Thema?

Hat dein Hund einen Mantel oder nicht? Ronja und ich sind schon gespannt auf deinen Kommentar… …und natürlich darfst du diesen kurzen Artikel von Herzen gerne teilen und an andere Hundefreunde weiter leiten. 🙂 Dir und deinem Hund einen tollen Tag und liebe Grüße, deine Chrissy 🙂

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