VORSICHT TÖDLICH! Birkenzucker-/ Xylit-Vergiftung beim Hund

In den letzten Tagen erreichten mich Meldungen über einen Hund, der diesen Monat nach der Aufnahme von Birkenzucker (er stibitzte ein Stück Kuchen) leider verstarb. Dabei musste ich wieder feststellen, wie wenig Hundebesitzer überhaupt wissen, dass Birkenzucker bzw. Xylit für unsere Hunde tödlich ist…

Deswegen die wichtigsten Fakten dazu in Kürze:

 

WAS IST BIRKENZUCKER bzw. XYLIT?

In Zeiten der gesunden Ernährung werden immer mehr Alternativen zum „normalen“ Zucker gesucht und gefunden. Der Zuckeraustauschstoff Xylit (traditionell aus Birkenrinde hergestellt, daher die Bezeichnung „Birkenzucker“) hat dabei so einige Vorteile, wie zum Beispiel:

  • weniger Kohlehydrate und Kalorien
  • fördert die Verdauung
  • positiv für die Zahngesundheit

Xylit sieht wie herkömmlicher Zucker aus und findet sich inzwischen als Zuckerersatz in vielen Haushalten und wird z.B. gerne zum Süßen und Backen verwendet. Ebenso ist er aber natürlich auch in Produkten wie z.B. zuckerfreien Kaugummis, Bonbons oder Keksen.

 

WARUM IST BIRKENZUCKER FÜR HUNDE SO GEFÄHRLICH?

Xylit ist für Hunde tatsächlich bereits IN KLEINSTMENGEN LEBENSGEFÄHRLICH!

Hauptsächlich wegen der dadurch verursachten Hypoglykämie (Unterzuckerung), die nach einer Xylit-Aufnahme unbedingt sofort behandelt werden muss. Als weitere Folgen werden unter anderem aber auch Leberschäden bis hin zum tödlichen Leberversagen beschrieben.

Die gefährliche bis lebensbedrohliche Dosis richtet sich nach der Größe des Hundes und liegt schon bei 0,1 g pro kg Körpergewicht. Damit ist es bedeuten gefährlicher für Hunde als zum Beispiel Schokolade.

Xylit ist übrigens für Katzen unbedenklich, jedoch auch gefährlich für Kaninchen und andere Nagetiere.

 

VERGIFTUNG BEIM HUND – WAS TUN?

Präventiv sollten Produkte, die Xylit enthalten, natürlich immer außer Reichweite von Hunden aufbewahrt und ein Fressen dieser Produkte unbedingt verhindert werden.

Sollte dein Hund trotzdem Xylit zu sich genommen haben, kann es bereits nach wenigen Minuten zu ersten Symptomen wie Lethargie, Erbrechen, Koordinationsstörungen, Schwächeanfälle und Kreislaufkollaps kommen.

Umso schneller dein Hund nun behandelt wird, desto besser!

Deswegen direkt zum Tierarzt oder in die Tierklinik fahren und telefonisch dein Eintreffen dort ankündigen. Nach Rücksprache mit dem Tierarzt kann man der Unterzuckerung evtl. bereits auf dem Weg dorthin entgegen wirken.

 

WISSEN RETTET LEBEN!

Obwohl bereits seit Jahren über Birkenzuckervergiftungen bei Hunden berichtet wird, wissen davon immer noch zu wenig Hundehalter. Bitte teile diesen Artikel mit all‘ deinen Hundefreunden, damit nicht noch ein Hund an einer Xylitvergiftung wegen Unwissenheit sterben muss.

 

 

3 Comments

  • Jutta

    Reply Reply 16. Mai 2018

    Hallo Chrissy, möchte Dir sagen, wie super ich Deine Tipps und Artikel und Videos finde! Danke! Schaue oft auf die homepage, obs wieder was Neues gibt.

    Und zum Birkenzucker… ich passe sogar auf, dass niemand ungefragt meiner Lisa (Magyar Vizsla) ein Keks zusteckt. Ich weiß ja nicht, ob da vielleicht Birkenzucker drin ist. Man muss auf so Vieles in der heutigen Zeit achten.

  • Zucker Freund

    Reply Reply 22. Dezember 2017

    Ich weiss auch nicht, wie man überhaupt auf die Idee kommt, Hunden so etwas zu geben. Ja, Xylit Zucker bzw. Birkenzucker mag Vorteile für den Menschen besitzen, aber deswegen macht es die Sache ja für Hunde nicht ok. Aber trotzdem gut, dass es auch Leute gibt, die sich hier bemühen, aufzuklären.

    • Chrissy

      Reply Reply 22. Dezember 2017

      Danke dir und stimmt, mit Absicht gibt man Hunden sicherlich weder Zucker noch Zuckerersatz. Aber manche Hunde stibitzen sich in einer unbeobachteten Minute leider auch mal etwas unerlaubt… Deswegen sollte Hundebesitzer unbedingt wissen, dass Birkenzucker (der ja inzwischen häufiger zum Backen verwendet wird oder sich in gekauften Produkten befindet) für unsere Hunde deutlich gefährlicher ist als der „normale“ Zucker.

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